Archive for Mrz. 2011

SPAM oder Warum man Übersetzungssoftware nicht trauen sollte

Wir haben lange überlegt, ob wir Kommentare direkt freischalten oder doch einen Spam-Filter – andere nennen es Zensur – einbauen. Konträre und kritische Meinungen sind willkommen und werden selbstredend unzensiert freigeschaltet. Aber wenn die Beiträge den Charme taiwanesischer Bedienungsanleitungen versprühen, geht bei uns der Red-Adair-Knopf an.

Was wir dann löschen? Zum Beispiel:

“Das ist so eine wunderbare nützliche Ressource, die Sie anbieten, und Sie geben es fehlen kostenlos. Ich liebe es Websites, die den Wert der Bereitstellung einer Qualität nützliche Ressource für freie verstehen. Es? S die alte What Goes Around Comes Around-Programm.”

Ah ja, verstanden.

“Das ist Dein bester !”

Auch die Viagra-Werbung kommt uns nicht in die Tüte.

“Ich habe vor kurzem kam in Ihrem Blog und lese mit. Ich dachte, ich würde mein erster Kommentar zu schreiben. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, außer dass ich gerne gelesen. Nice Blog.”

Na dieser Meinung bin ich unbedingt!

Was lernen wir aus diesen Stilblüten? Nutze nie ein Übersetzungsprogramm, um geistreiche Kommentare zu posten:
This shot could go behind …

Lebenslänglich? Mit dem Opel in die Sicherheitsverwahrung.

Opel ist nicht meine Marke. Aber wenn jemand mit der hierzulande bei Herstellern nicht gern gesehenen – und rechtlich fraglichen – “lebenslangen Garantie” wirbt, lohnt sich ein Blick unter die Motorhaube.

Natürlich ist mir klar, daß ein zu “lebenslänglicher Haft” Verurteilter nicht lebenslang einsitzt, zumindest nicht in unseren Breitengraden. Die deutsche Justiz wirbt aber auch nicht mit dieser Floskel.

Und so entpuppt sich das vollmundige Versprechen “Lebenslange Garantie” bei näherem Hinsehen als Garantie der Sternchen und Fußnoten. Die folgenden Zitate stammen von der Opel-Website:

“Weil unsere Kunden das Wichtigste sind. Die lebenslange Garantie von Opel.”
Zack, schon falsch. Die “lebenslange Garantie” heißt bereits im zweiten Absatz auf der Opel-Website – etwas weniger griffig – “lebenslange Anschlussgarantie”, da sie zusätzlich zur zweijährigen Herstellergarantie angeboten wird.

“Diese Garantie gilt ein Autoleben lang und solange das Fahrzeug auf den Ersthalter zugelassen ist.”
Aha, also nur so lange, bis das Fahrzeug dahinscheidet?

Nein, so war das wohl auch nicht gemeint:
“Gültig für alle neuen Opel Agila, Opel Corsa, Opel Meriva, Opel Astra, Opel Zafira, Opel Insignia und Opel Antara bis maximal 160.000 km Laufleistung.”
Soll das bedeuten, daß 160.000 km Laufleistung der Lebenserwartung eines Autos entsprechen? Da habe ich ja vor 20 Jahren schon mit meinem alten grünen VW Käfer problemlos mehr Kilometer hingelegt.

“Ab dem 36. Monat nach Erstzulassung fällt eine jährliche Aktivierungsgebühr von 11,90 € an.”
Die Gebühr treibt mich nicht in den Ruin. Die Garantie erweckt allerdings den Eindruck, für den Käufer kostenlos zu sein.

Ihre lebenslange Garantie deckt bei garantiepflichtigen Reparaturen die vollen Lohn- und Materialkosten, selbstverständlich auch dann, wenn Ihr Opel mehrfach Schäden erleidet.”
Ja, aber auch nicht lebenslang, denn schon im nächsten Satz heißt es: “Erst ab einer Gesamtlaufleistung von mehr als 50.000 km leisten Sie – nur bei den Materialkosten – einen wertgerechten, nach den tatsächlich gefahrenen Kilometern gestaffelten Eigenanteil.”
Die ersten 50.000 km dürfte jeder Durchschnittsfahrer bereits in den ersten beiden Jahren nach Ablauf der Herstellergarantie verbraten haben. Nach 100.000 km ist ein Eigenanteil von 60 % bei den Materialkosten fällig.

Was lernen wir daraus? Das nächste Auto wird ein Fahrrad.

Vorschau – demnächst an dieser Stelle:
“Die Sollbruchstellenmentalität. Zur Haltbarkeit von Neufahrzeugen.”

Bonn – Der (Service-)Wüstenplanet

Über die Leistungsfähigkeit deutscher Telekommunikationsunternehmen könnte ich Bücher schreiben, Telefonbücher sozusagen. Und das mache ich jetzt auch. Haben Sie meine Geduld?

Anfang des Jahres teilte mir der rosa Riese schriftlich mit, daß mein ISDN-Mehrgeräteanschluß künftig durch ein neues Produkt ersetzt werde. Man empfahl mir den Wechsel zum Tarif Call Basic, zumindest Call Plus, und riet mir, mich unter einer Servicenummer mit dem Anbieter in Verbindung zu setzen, um den Tarifwechsel durchzuführen. Sollte ich nicht binnen einer Frist reagieren, werde der Anschluß ansonsten gekündigt.

So weit, so schlecht: Kennen Sie das Gefühl, zum Zeitpunkt des Rückrufes schon zu wissen, daß alles reibungslos danebengeht?

Derart motiviert griff ich frohen Mutes zum Hörer, hackte die Zahlen der Servicenummer in die Tastatur und … scheiterte grandios:
“Ja, Ihren Eintrag sehe ich im System, aber ich kann die Änderung nicht veranlassen … falscher Datenbestand … darauf können nur die Kollegen vom Vertrieb zugreifen. Rufen Sie dort mal an.”

Wieso habe ich die spezielle Servicenummer schwarz auf weiß erhalten, wenn die Mitarbeiterin nicht mal auf meinen Datenbestand zurückgreifen, geschweige denn ihn ändern kann?

Neue Nummer angerufen, Geschichte erneut erzählt. Der empfohlene Tarif ist selbstverständlich zu teuer, es geht auch günstiger und, laut Auskunft des Mitarbeiters, die Auftragsbestätigung kommt in den nächsten Tagen. Prima.

Auch nach zehn Tagen glaube ich nicht an einen Erfolg. Auf meine Frage nach dem Verbleib der Auftragsbestätigung stellt man fest, daß der Auftrag zwar im System erfaßt, doch nicht weiter bearbeitet wurde. Aha. Und jetzt?
“Kein Problem, ich richte das für Sie ein. Die Auftragsbestätigung kommt in jedem Fall und die Umstellung erfolgt schon zum Wochenende.”
Ja, dann …

Dann kommt ein Teilerfolg: Die Auftragsbestätigung! Und alles ist korrekt erfaßt. Ich bin beruhigt, der Blutdruck sinkt.

Seit dem 01.02.2011 läuft der neue Tarif. Aber: Seit dem 01.02.2011 kann ich zwar schön in die Welt hinaustelefonieren, bin aber über drei von sechs Nummern nicht mehr erreichbar (“Die gewählte Telefonnummer ist nicht vergeben.”).

Ich warte gutgläubig ab und verdränge die Geschichte schon, bis mein Kollege mich nach 14 Tagen daran erinnert, doch mal mein Telekommunikationsunternehmen anzurufen. Ich wäre im Traum nicht darauf gekommen, direkt dort anzurufen – schon allein, weil ich mich weigere, mit Robotern zu sprechen.

Furchtlos rief also mein Kollege für mich an! Eine gute Entscheidung, da er seelenruhig (aber hartnäckig) an solche Sachen herangeht, während ich schon bei der zweiten Warteschleife ausgerastet wäre. Es folgten zahlreiche Warteschleifen und Rückrufe, die ich nachstehend in Kurzform wiedergeben möchte, um die Kapazität des Internets nicht zu sprengen.

Es geschah am hellichten Tag …

Mitarbeiterin 1 (sinngemäß):
“Ja, aha, ähem, ich verbinde Sie weiter.”
Warteschleife.

Mitarbeiterin 2 (sinngemäß):
“Es ist alles in Ordnung. Sie müssen die verlorengegangenen Ziffen nur noch einmal neu in Ihre Telefonanlage eintragen.”
Habe ich schon, die Nummern werden vollständig aus der Anlage ausgelesen und sind allesamt vorhanden.
“Nein, Sie müssen die Nummern noch einmal überschreiben.”
Mache ich, läuft natürlich nicht.
“Ich verbinde Sie mal mit der Technik.”
Warteschleife.

Mitarbeiter 3 (sinngemäß):
“Hat man Ihnen erzählt, daß die Nummern frei sind?”
Ja.
Ach, das machen die gerne. Ich sehe mal nach. Aha, die Nummern sind nicht freigeschaltet und müssen hier intern erst freigeschaltet werden, erst dann sind sie wieder aktiv. Das kann aber ein paar Tage dauern. Wir melden uns bei Ihnen.”

Mitarbeiter 4 (sinngemäß):
“Ich soll drei Nummern für Sie freischalten. Das kann ich aber nicht, da die Nummern nicht im System stehen. Stehen sie nicht im System, kann ich sie nicht freischalten.”
Aha.
“Wenden Sie sich bitte an den Vertrieb, damit man die Nummern für Sie freischaltet.”
Hatte ich nicht bereits …?

Mitarbeiterin 5 (sinngemäß):
“Sehen Sie sich mal Ihre Auftragsbestätigung an. Wenn dort ein Minuszeichen steht, entfällt die Nummer, d.h. Sie haben diese Nummern nicht mehr.”
Ja, korrekt, aber wenn dort ein Pluszeichen steht, kommt die Nummer wieder hinzu.
“Ach so, jetzt sehe ich es auch. Ja, dann haben Sie die Nummern. Aber ich kann Sie nicht sehen. Ich werde eine interne E-Mail an unsere zuständige Abteilung schicken, damit man sich um die Angelegenheit kümmert.”

Abends ein Rückruf:
Mitarbeiter 6 (sinngemäß):
“Sie haben diese Nummern nicht.”
Wie bitte?
“Sie haben diese Nummern nicht.”
Ich nutze sie seit ca. sechs Jahren.
“Aber die Nummern sind im System nicht vorhanden.”
Denken Sie, daß ich mir meine Telefonnummern ausgedacht habe?
“Warten Sie mal, das ist ja interessant. In unserem anderen Systen sind sie eingetragen. Geben Sie mir die Rufnummern bitte noch einmal an, damit ich das beauftragen kann.”
Ich will nichts beauftragen, da ich bereits eine Auftragsbestätigung habe. Außerdem sehe ich die Gefahr, daß meine mündlich kommunizierten Nummern fehlerhaft und manuell neu eingegeben werden. Jetzt werde ich unterbrochen.
“Sie machen jetzt mal nichts. Ich mache das jetzt anders und werde für alle drei Nummern eine Störung eingeben. Dann wird sich jemand drum kümmern müssen.”

Am Montag ein Rückruf:
Mitarbeiterin 7 (sinngemäß):
“Wir haben zwei Bearbeitungstickets im System. Eines scheint schon am Wochenende erledigt worden zu sein und eines ist noch offen. Was können wir für Sie tun?”
Ich halte meinen inzwischen standardisierten Vortrag.
“Wir können leider keine Änderungen im System vornehmen, da wir hier keine Möglichkeit …”
Ich unterbreche und verweise auf den bereits andauernden Telefonzyklus.
“Ich gebe Ihnen mal meine Kollegin.”

Die Kollegin, Mitarbeiterin 8, versucht es auf die sanft-sachliche Tour und verweist wieder auf die Servicenummer. Ich weise nochmals darauf hin, daß ich dies bereits beim ersten Telefonat getan habe und aus dieser Nummer im wahrsten Sinne des Wortes wohl nie mehr herauskomme. Sie rät mir zu einer Beschwerde.

Soll ich das ganze Theater jetzt auch noch schriftlich durchziehen? Auch das kann sich lohnen: Vielleicht springt am Ende eine Schachtel Pralinen dabei heraus – kein Witz! Die hat ein Bekannter von mir mal für eine überdurchschnittliche Wartezeit erhalten.

Seit mehr als vier Wochen kann ich zwar anrufen und auch das Internet nutzen, bin aber nicht erreichbar (Kein Anschluß unter dieser Nummer.).

Meine einzige Erkenntnis:
Das “KOM” im Namen meines Dienstleisters (Dienstverweigerers) steht weder für Kommunikation, noch für Kompetenz. Ich tippe auf “Konfus Organisiertes Mißmanagement”. Die haben einen im T(ee).

Bitte nicht stören – Aufträge unerwünscht!

Am Donnerstag, 03.03.11, habe ich mich auf den Weg nach Hannover zur CEBIT gemacht. Auf der CEBIT-eigenen Website hatte ich mir vorher einen Plan mit den Firmen zusammengestellt, die ich besuchen/belästigen wollte. Und so ging es mitten in der Nacht (gegen 7.00 Uhr) los.

Immerhin 8 Jahre sind seit meinem letzten Messebesuch in Hannover vergangen und so fiel mir die exzellente Verkehrsführung auf dem Messezubringer auf. Morgens waren vier Spuren in Richtung Gelände, und abends vier Spuren in entgegengesetzter Richtung freigegeben. Respekt, da waren Stadtplaner am Werk, die mitgedacht haben.

Vom Parkplatz (Tagesgebühr 8,00 Euro) ging es im 5-minütigen Fußmarsch zum Eingang. Auch dort keine Schlangen. Innerhalb einer Minute waren wir in Halle 1. Der erste Eindruck: Durchaus positiv. Bis hierhin ein Lob an die Veranstalter.

Da meine To-do-Liste für diesen Tag sehr lang war, habe ich mich direkt auf die Suche gemacht. Glücklicherweise waren alle ausgewählten Firmen in drei Hallen konzentriert. Das grenzte das Suchfeld allerdings nur unwesentlich ein. Zwei Firmen habe ich an diesem Tage nicht gefunden. Schade eigentlich, denn ich hatte sehr spezielle Fragen. Es ist mir klar, dass nicht alle Unternehmen Stände wie d.velop, Software AG oder SAP bieten können, aber trotz immenser Standkosten sollte jedes Unternehmen in der Lage sein, ein aussagekräftiges “Namensschild” zu präsentieren. Leider war dem nicht so.

Besonders auf den Sammelständen – meist mit sehr großer Standfläche – war das Auffinden der gesuchten Unternehmen teilweise eine echte Zumutung. Ich muss gestehen, dass ich den einen oder anderen Sammelstand mehrfach umrundet habe, um fündig zu werden. Liebe CEBIT-Veranstalter: Lasst euch bitte etwas einfallen, um das Auffinden der Anbieter zu erleichtern!

Stichwort Technik:
Mich würde interessieren, mit welchen Internet-Zugriffs-Geschwindigkeiten die Aussteller arbeiten mussten. Ich finde es für eine IT-Fachmesse schon peinlich, wenn das Öffnen einer Website 30 Sekunden dauert. Die Aussteller taten mir schon fast leid. Wobei es da wahrscheinlich wieder nur die Kleinen getroffen hat. Aber das ist nur eine Vermutung.

Übrigens werde ich im nächsten Leben W-LAN-Anbieter auf der CEBIT. Eine Stunde W-LAN-Zugriff für 10,00 Euro! In diesem Falle lag das Geld nicht auf der Straße, sondern schwebte durch den Raum.

Noch ein paar Worte zu den Mitarbeitern auf den Ständen:
Da meistens nur die negativen Dinge in Erinnerung bleiben, möchte ich behaupten, dass gefühlte 95 % der Verkäufer/Mitarbeiter es offensichtlich als schwere Strafe empfinden, auf der CEBIT Dienst schieben zu müssen. Als aufdringlicher Mensch habe es gewagt, interessante Privatgespräche von Mitarbeitern zu stören. Folgerichtig wurde ich mit bösen Blicken bestraft. Das macht man ja auch nicht.

Dann gibt es noch die “Ich-muss-dringend-an-meinem-Laptop-arbeiten-Methode”. Das verschafft gestressten Angestellten auch Ruhe vor lästigen Fragen. Ich habe mich dabei erwischt, dass ich mich für eine Störung bei den Mitarbeitern diverser Firmen entschuldigt habe. Das Schlimmste daran war, dass meine Entschuldigung wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde.

Liebe Verkäufer, seid ihr euch wirklich alle im Klaren, was ihr auf einer Messe zu tun habt? Liebe Chefs, bitte schickt keine Entwickler, Techniker oder Ingenieure mehr auf Messen und lasst sie dort verkaufen, bzw. besser ausgedrückt NICHT verkaufen. Die können und wollen das nämlich in den meisten Fällen nicht.

Trotz dieser Erfahrungen werde ich im nächsten Jahr wiederkommen und von den schlechten Beispielen lernen, wie man garantiert nichts verkauft und keinen Erfolg hat.

Apfel und Salami – Apples Taktik schmeckt mir nicht.

Apple geht mir langsam auf den Klotz. Das zunehmend sektenartige Getue finde ich beängstigend. Apple ist keine Religion.

Seit Beginn des iPod-/iPhone-Hypes führt sich das Unternehmen gleichermaßen monopolartig auf wie die zuvor stets gescholtenen US-Kollegen aus Redmond.

Ich nutze Geräte aus dem Hause Apple seit 1997 und verteidige die Form, die Funktion, die intuitive Bedienung und das stets kluge Konzept ebenso lang und selbstbewußt gegen meine Windows-Kollegen und -Freunde und deren schäbig-miederfarbenen, nachlässig-lustlos gestalteten und mit einer total überfrachteten Software belasteten Rechner.

iPad 1, 2, 3 … alles wieder wie erwartet: Dünner, schneller, mit zwei Kameras versehen, Preis stabil. Wieso lassen wir es uns gefallen, daß der Stand der Technik auf mehrere Editionen verteilt wird? In anderen Branchen reagieren Käufer deutlich sensibler. Schon beim Start des iPad war klar, daß es an Anschlußmöglichkeiten und mind. einer Kamera fehlen wird, obwohl die Technologie in der Schublade liegt. Dennoch verkauft(e) sich das Teil wie geschnitten Brot.

Es mag sich gewinnbringend für den Konzern auswirken, die Produkte salamischeibchenweise auf den Markt zu werfen. Ein Gewinn für die Käufer der Produkte ist es nicht.

Ich kaufe es trotzdem.Apples Salamitaktik

Schade, dass es keine Webseite mit Geruch gibt …

Schönhoff Baumschulen: Nicht nur zwischen Münster und Osnabrück hat dieser Name einen sehr guten Ruf. Um diesen noch weiter zu verbreiten, haben wir die Website des alteingesessenen Familienunternehmens neu gestaltet.

Bei unseren Vor-Ort-Terminen haben wir jede Gelegenheit genutzt, um die Fotografien aus Schönhoffs Schaugarten zu erstellen. Endlich mal Motive, die sich nicht wehren können … dafür sind sie aber umso aussagekräftiger. Leider sind wir nicht in der Lage, die Blumendüfte online zu übermitteln, die wir genießen durften. Oder doch? Kommen Sie schnüffeln!

Zielgruppe verfehlt – oder brauche ich einen Treppenlift?

Wöchentlich flattert uns die kostenlose Programmzeitschrift “prisma” ins Haus. Da wir kaum dazu kommen, die Glotze anzuschalten reicht uns die knappe Übersicht völlig aus. Beim letzten Durchblättern habe ich speziell auf die Werbeanzeigen geachtet und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Von insgesamt 23 Werbeanzeigen in dem Blatt sind sage und schreibe 12 verschiedene Anzeigen für Treppenlifte. In den anderen Anzeigen wird für Eichenmöbel, Kururlaube, Arthrosemittel, Hörgeräte und Elektromobile geworben. Als Zielgruppe wurde anscheinend die zahlungskräftige Generation 60+ ausgemacht.

Ich habe zwei Fragen an die Redaktion: Warum werben die Unternehmen im Briefmarkenformat, wenn die Zielgruppe die o.g. “körperlichen Hilfsmittel” benötigt, um die Leistungen überhaupt entziffern zu können? Und warum werden im redaktionellen Teil Berichte über Partyurlaube für 15jährige, Studienkredite und das schwierige Leben der Tochter von Sting verbreitet? Redaktionelle Inhalte für die junge Generation und die Werbung für die Senioren? Das ganze Konzept erschließt sich mir nicht. Letztendlich bin ich mir auch nicht sicher, wo ich mich als 40er einordnen soll. Ich werde wohl zukünftig wieder nur das Fernsehprogramm überfliegen …